7. Mai – Solidaritätsaktion in Zella-Mehlis

Sarah & Miloud bleiben – und alle anderen auch!
Gemeinsam gegen Abschiebungen und Isolation!

Blog zur Kampagne: http://breakdeportation.blogsport.de

Meiningen rudert zurück

Von einer so breiten Resonanz auf die eigene Arbeit träumen wahrscheinlich so manche Beamt_innen in Deutschland; das Landratsamt Meiningen war allerdings nicht so entzückt über die unzähligen Nachfragen und die öffentliche Kritik an der Bedrohung von Sarah und Miloud Lahmar Cherif. Sehr bald hieß es nur noch, dass „eine Abschiebung zur Zeit nicht beabsichtigt ist“. Zudem musste die Ausländerbehörde zugeben, dass sie vergeblich versucht hat, ohne Milouds Einverständnis ein Visum für eine gemeinsame Abschiebung in die Ukraine zu erwirken. Zunächst gab sich die Ausländerbehörde nur verärgert über das große Interesse. Nachdem jedoch der Druck zunahm und Miloud öffentlich seinen Ungehorsam für den Fall einer gewaltsamen Abschiebung ankündigte, versuchte das Landratsamt, den aufkommenden politischen Konflikt zu befrieden. Sie boten dem Paar in einem Gespräch an, von Abschiebemaßnahmen – vorerst – abzusehen, Miloud sein Studium zu ermöglichen und Möglichkeiten eines humanitären Bleiberechts für Sarah auszuloten. | weiterlesen…

Wir stehen zusammen – Sarah und Miloud bleiben

Abschiebung ab 7. Mai? Widerstand ab jetzt!

Blog zur Kampagne: http://breakdeportation.blogsport.de

Aus Repression wächst Widerstand

Mit der rassistischen Kontrolle von Miloud L Cherif im Erfurter Hauptbahnhof am 20.11.2010 tat sich das Land Thüringen keinen Gefallen: Die damit unterbundene Teilnahme an einer Konferenz der KARAWANE für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen in Berlin war der Startschuss für Miloud und viele weitere Flüchtlinge im südthüringischen Zella-Mehlis, sich die Entrechtung und Isolation im Lager nicht weiter gefallen zu lassen. Mit vermehrtem Kontakt zu The VOICE Refugee Forum Jena wurden regelmäßig Berichte über die Lagerrealität verfasst, Infoveranstaltungen organisiert und mit Kundgebungen und Demos im Frühjahr 2011 der Drang nach einem Leben in Freiheit auf die Straße getragen. | weiterlesen…

Erklärung: Abschiebeprozess – Familie Lahmar Cherif

Miloud Lahmar Cherif, Algerier,
Asylsuchender in Deutschland seit dem 29.12.2009

Olesia „Sarah“ Lahmar Cherif, Ukrainerin,
Asylsuchende in Deutschland seit dem 29.12.2009

Am 04.03.2012 haben wir von der Ausländerbehörde Schmalkalden-Meiningen einen Brief bekommen, in dem uns bis zum 07.05.2012 Zeit gegeben wird, Deutschland freiwillig zu verlassen – wenn wir uns weigern, werden sie uns abschieben.

Aufgrund unserer unterschiedlichen Nationalitäten (Algerier, Ukrainerin) planen sie, uns entweder zu zwingen, zusammen in eines der beiden Länder zu gehen, oder uns getrennt voneinander abzuschieben. Obwohl wir unsere offiziellen Personalausweise und Heiratsdokumente abgegeben haben, die unsere Ehe beweisen, drohen sie uns mit Trennung durch Abschiebung. | weiterlesen…

„Wir wollen eine menschenwürdige Aufnahme – wir weigern uns, im Lager Breitenworbis untergebracht zu werden“

Erklärung der vier protestierenden afghanischen Flüchtlinge in Eisenberg

„Wir führen hier keinen Krieg, wir bleiben friedlich. Unsere einzige Forderung ist: Wir wollen nicht in Breitenworbis untergebracht werden! Das ist kein Übergangsheim, wo wir 1-2 Monate bleiben würden, sondern ein Ort, an dem wir auf unbestimmte Zeit, im Falle einer Ablehnung im Asylverfahren auf 3, 4 oder mehr Jahre bleiben müssen. Dort gibt es keinerlei Voraussetzungen für ein geregeltes Leben.

Wir haben jahrelangen Krieg hinter uns. Wir haben nie Ruhe gehabt, nie die Chance auf Bildung, nie die Aussicht auf eine Zukunft. In Breitenworbis hätten wir keinen Sprachkurs und durch die abgeschiedene Lage keinerlei Kontakt zur Bevölkerung. Unser Wunsch auf Bildung, auf eine Zukunft bliebe uns dort verwehrt. | weiterlesen…

Mit vollem Bus von Jena nach Magdeburg!

The VOICE Refugee Forum Jena ruft auf zur Prozessbeobachtung und Kundgebung im Fall Oury Jalloh am 16. Februar 2012 am Magdeburger Landgericht (Halberstädter Str. 8, 39112 Magdeburg).

Hinweise zum Bustransfer: unten | PDF-Version: hier

In der Nacht vom 6. auf 7. Januar 2005, gegen 8 Uhr morgens, wurde Oury Jalloh aus Sierra Leone von der Polizei festgenommen und verbrannte einige Minuten nach zwölf Uhr an Händen und Beinen gefesselt auf grausame Art auf einer Matratze im Dessauer Polizeirevier. Seit einem Jahr wird in zweiter Instanz gegen den Dienstgruppen-leiter des Dessauer Polizeireviers wegen des Vorwurfes der Mitschuld am Tod Oury Jallohs verhandelt. Doch auch nach sieben Jahren glauben wir der offiziellen Darstellung, dass Oury Jalloh das Feuer selbst ausgelöst habe, nicht. | weiterlesen…

Nachgang 18.01. (Video/Presse)

Demo gegen Polizeigewalt in Jena from Filmpiraten on Vimeo.

Danke an die Filmpiraten!

Demo-Flyer: Der Fall Oury Jalloh
Und zweimal Presse: OTZ | Jena TV

Protest gegen die Polizeigewalt auf der Oury Jalloh-Gedenkdemonstration am 07.01.2012 in Dessau

Kundgebung und Demonstration
am Mittwoch, 18.01.2012 | 16 Uhr | Holzmarkt, Jena

Zahlreiche Demonstrationsteilnehmer_innen, darunter langjährige Aktivisten der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh, von The VOICE Refugee Forum und weitere antirassistische Aktivist_innen wurden zum Teil schwer verletzt.

Mehr als 200 Personen waren nach Dessau gekommen, um an Oury Jalloh aus Sierra Leone zu erinnern, der am 7. Januar 2005 von der Polizei festgenommen wurde und, an Händen und Beinen gefesselt, auf einer Matratze im Dessauer Polizeigewahrsam verbrannte. Weil sie auch nach sieben Jahren der offiziellen Darstellung, dass Oury Jalloh das Feuer selbst ausgelöst habe, keinen Glauben schenken, weil sieben Jahre nach Oury Jallohs grausamem Tod in Zelle Nr. 5 in Dessau noch immer keine Gerechtigkeit in Sicht ist, war auf der Demonstration wie in all den vorigen Jahren zu lesen und zu hören: Oury Jalloh – das war Mord! | weiterlesen…

Kurzer Bericht über 2011 und Spendenaufruf für The VOICE Refugee Forum

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

wir danken euch für eure regelmäßige und spontane Unterstützung in diesem Jahr.

Mit eurer Spende konnte die Vernetzung und Organisation der Flüchtlingscommunitys in Thüringen, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt weiter ausgebaut werden.

In Thüringen führte The VOICE Refugee Forum gemeinsam mit dem Break Isolation!-Netzwerk nahezu wöchentlich Besuche in Heimen durch, organisierte regelmäßige regionale und landesweite Treffen der Flüchtlinge aus den diversen Lagern. Die Flüchtlingscommunity in Thüringen verfügt in der Zwischenzeit über eine gute Vernetzung und ein breites UnterstützerInnen-Netzwerk. | weiterlesen…

Break Isolation 2012 – Jahr der Schließung der Flüchtlingslager

Bericht über den Aktionstag am 22. Oktober 2011 in Erfurt.
Selbstorganisation stärken und Austausch der Flüchtlingskomitees fördern. Break Isolation Camp 2012.

English Version: here

Am 22. Oktober 2011 versammelten wir uns in Erfurt, um das rassistische Ausgrenzungssystem der Isolationslager und der Residenzpflicht in die Öffentlichkeit zu tragen. Ziel war es nicht, hier Forderungen an bestimmte Vertreter des Staates oder der Institutionen zu stellen. Denn eines haben wir in den vielen Jahren der Flucht, Migration, Vertreibung und des Lagerlebens hier in Deutschland gelernt: Unsere Freiheit wird uns nicht von jemandem gegeben. Wir müssen sie selbst erkämpfen. So eröffnete auch Milud Lahmar Cheriff, Mitglied von The VOICE Refugee Forum aus dem Isolationslager Zella-Mehlis seinen Redebeitrag an die Erfurter Bevölkerung und an die Passanten: „Wir sind heute hier, weil etwas nicht in Ordnung ist. Wir sind heute hier, weil wir euch auf der Straße und diese Gesellschaft über uns informieren wollen. Wir wollen, dass ihr uns zuhört. Darum wäre ich über eure Aufmerksamkeit sehr dankbar.“ | weiterlesen…

Zur Bilanz einer einjährigen Kampagne und möglichen Zukunfsperspektiven in Thüringen

Vortrag & Diskussion

Freitag, 16. Dezember 2011, 19 Uhr | veto, Tromms­dorff­str. 5, Erfurt

Das Break Isolation!-Netzwerk, welches sich in Folge des Karawane-Festivals 2010 als Unterstützungsstruktur des Flüchtlingsnetzwerks The VOICE Refugee Forum in Jena gegründet hat, kann mittlerweile auf mehr als ein Jahr intensive Arbeit in ganz Thüringen zurückblicken. Es wurde die Situation in den isolierenden Flüchtlingslagern dokumentiert, Flüchtlinge in ihren verstärkten Bestrebungen der überregionalen Vernetzung und Austausch unterstützt, dezentrale und zentrale Aktionen organisiert, eine Vielzahl an Berichten in Mainstreammedien sowie unabhängige Text- und Filmproduktionen koordiniert und dauerhafte, dezentrale Solidaritätstrukturen aufgebaut. | weiterlesen…

Video 2 vom 22.10.

Break Isolation! Erfurt 22.10.2011 from claudiofeliziani on Vimeo.

Danke an Claudio!

Video 1 vom 22.10.

Break Isolation! – Demonstration in Erfurt from filmpiraten on Vimeo.

Danke an die Filmpiraten!