Archiv für April 2012

Wir stehen zusammen – Sarah und Miloud bleiben

Abschiebung ab 7. Mai? Widerstand ab jetzt!

Blog zur Kampagne: http://breakdeportation.blogsport.de

Aus Repression wächst Widerstand

Mit der rassistischen Kontrolle von Miloud L Cherif im Erfurter Hauptbahnhof am 20.11.2010 tat sich das Land Thüringen keinen Gefallen: Die damit unterbundene Teilnahme an einer Konferenz der KARAWANE für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen in Berlin war der Startschuss für Miloud und viele weitere Flüchtlinge im südthüringischen Zella-Mehlis, sich die Entrechtung und Isolation im Lager nicht weiter gefallen zu lassen. Mit vermehrtem Kontakt zu The VOICE Refugee Forum Jena wurden regelmäßig Berichte über die Lagerrealität verfasst, Infoveranstaltungen organisiert und mit Kundgebungen und Demos im Frühjahr 2011 der Drang nach einem Leben in Freiheit auf die Straße getragen. | weiterlesen…

Erklärung: Abschiebeprozess – Familie Lahmar Cherif

Miloud Lahmar Cherif, Algerier,
Asylsuchender in Deutschland seit dem 29.12.2009

Olesia „Sarah“ Lahmar Cherif, Ukrainerin,
Asylsuchende in Deutschland seit dem 29.12.2009

Am 04.03.2012 haben wir von der Ausländerbehörde Schmalkalden-Meiningen einen Brief bekommen, in dem uns bis zum 07.05.2012 Zeit gegeben wird, Deutschland freiwillig zu verlassen – wenn wir uns weigern, werden sie uns abschieben.

Aufgrund unserer unterschiedlichen Nationalitäten (Algerier, Ukrainerin) planen sie, uns entweder zu zwingen, zusammen in eines der beiden Länder zu gehen, oder uns getrennt voneinander abzuschieben. Obwohl wir unsere offiziellen Personalausweise und Heiratsdokumente abgegeben haben, die unsere Ehe beweisen, drohen sie uns mit Trennung durch Abschiebung. | weiterlesen…

„Wir wollen eine menschenwürdige Aufnahme – wir weigern uns, im Lager Breitenworbis untergebracht zu werden“

Erklärung der vier protestierenden afghanischen Flüchtlinge in Eisenberg

„Wir führen hier keinen Krieg, wir bleiben friedlich. Unsere einzige Forderung ist: Wir wollen nicht in Breitenworbis untergebracht werden! Das ist kein Übergangsheim, wo wir 1-2 Monate bleiben würden, sondern ein Ort, an dem wir auf unbestimmte Zeit, im Falle einer Ablehnung im Asylverfahren auf 3, 4 oder mehr Jahre bleiben müssen. Dort gibt es keinerlei Voraussetzungen für ein geregeltes Leben.

Wir haben jahrelangen Krieg hinter uns. Wir haben nie Ruhe gehabt, nie die Chance auf Bildung, nie die Aussicht auf eine Zukunft. In Breitenworbis hätten wir keinen Sprachkurs und durch die abgeschiedene Lage keinerlei Kontakt zur Bevölkerung. Unser Wunsch auf Bildung, auf eine Zukunft bliebe uns dort verwehrt. | weiterlesen…